Während der 90er Jahren schaffte eine Gruppe von MIT-Wissenschaftlern (Massachusetts Institute of Technology) einigen Casinos in Las Vegas große Verlegenheit zu bringen. Diese Mannschaft, auch bekannt als das MIT Blackjack-Team, scheffelte Millionen von Dollars in nur wenigen Jahren. Obwohl die exakte Summe nicht bekannt ist, gehen
online Casinos Experten davon aus, dass MIT-Team mehr als vier Millionen eingenommen hat.
Das MIT Black-Jack-Team bestand aus brillanten Mathematikern und Ingenieuren, das zu anfangs gar keine Interesse an Black-Jack Kartenzählsysteme hatte. Bevor die Akademiker sich überhaupt trauten tausende von Dollars in Las Vegas zu setzen, entspannten sie sich mit allabendlichen
Blackjack Spielen, um Wahrscheinlichkeitsrechnungen auszuprobieren.
Sie blieben aber nicht lange der Theorie treu. In den frühen 90er Jahren machten sie aus Black-Jack ein Geschäft. Die Gruppe versammelte sich jede Woche in leeren Klassenzimmern und übte deren
Black Jack Strategie Bald entwickelten sie ein Kartenzählsystem. Das MIT-Black-Jack Team simulierte reale Casinosituationen in Apartments und Lagerhäuser an unterschiedlichen Orten in Boston.
So wie Ken Ustons Team während der 80er Jahren, baute das MIT Black-Jack Team falsche Casinos auf und simulierte unterschiedliche Szenarien. Sie lernten die Karten auch dann zu zählen, während sie von den typischen Spieltisch-Bosse belästigt wurden, die überall in Las Vegas zu finden sind. Das gesamte MIT Black-Jack Team unterlief einem exzessivem Training und Tests, um sicher zu gehen, dass sie auch das haben, was man braucht, um
Spielbanken zu schlagen.
Das MIT Black-Jack Team lernte alle Black Jack
Varianten und die gesamten Regeln des Spiels, was es nicht davon abhielt sein System zu verfeinern. Die Wissenschaftler perfektionierten ihr System und machten sich auf, die Tische von Las Vegas zu erobern.
Kartenzählsysteme
Das Team nutzt Kartenzählsysteme und perfektionierte sie kontinuierlich. Sie waren die ersten, die "Shuffle Tracking" (Mischverfolgung) und "Ace Tracking" (Ass-Verfolgung) benutzten, um deren Chancen zu verbessern. Shuffle Tracking ist eine Theorie, die behauptet, dass Dealer in Live-Casinos nicht genug Zeit haben, um die Kartensätze ordentlich zu mischen. Somit sind die Karten nicht gänzlich wahllos geordnet sind. So klein Kartenreihen weiterhin zusammenbleiben. Das MIT Team konnte unterschiedliche Reihen von Wertvolle und Wertlose Karten in einem Deck vorhersagen.
Anhand dieser Fähigkeit, konnten die Jungs aus Massachusetts vorhersagen wann bestimmte Asse erscheinen würden. Ein Umstand, der ihre Chancen um 35 Prozent verbesserte. Solches Kartenzählen wurde von den Zählgenies des MIT zuerst angewandt. Aber sie hatten nicht nur ein besseres Zählsystem, deren persönliches Profil entsprach nicht dem eines gängigen Kartenzählers. Somit konnten sie Gwinne einsacken, ohne vorher entdeckt zu werden.
Falsche Personalausweise und das Profil eines Casinokartenzählers
Seit den Tagen von Ken Uston besitzen die Casinos ein gewisses Profil von Black-Jack Kartenzählern. Diese gehen meist von weißen Männern mittleren Alters aus. Das MIT-Team bestand jedoch nicht nur aus solchen. Einige der Akademiker hatten eine dunkle Haut und für das Casino überraschend, spielten auch Frauen im Team.
MITler versicherten sich, dass deren Mitglieder asiatische Gesichtszüge besitzen, was ihnen ermöglichte falsche Identitäten anzunehmen. Sie marschierten einfach in die Casinos mit prall gefüllten Taschen und benahmen sich, als wären sie verwöhnte Gören reicher Familien.
Alle Casinos waren mehr als erpicht drauf, ihre Hände auf diese jungen und reichen Black-Jack Spieler zu legen. Sie hegten keinerlei Verdacht, was den MIT-Zählmeister ermöglichte tausende von Dollars zu scheffeln, aber beherschten doch die
Black Jack Regeln
Während eines einzigen Ausflugs nach Las Vegas gewann das Team rund 400,000 Dollar. Eine riesige Summe an Bargeld, das in den Casinos ein Warnlicht hätte angehen sollen. Aber nein, die eigenen Profile arbeiteten gegen die Casinos – man sah nichts kommen.
Abräumen
Die brillanten Black-Jack Spieler vom MIT spielten als ein Team. Das erschwerte den Casinos sie zu entdecken. Es ist wesentlich einfacher einen einzelnen Kartenzähler zu entdecken, der solo arbeitet, als eine ganze Gruppe von Black-Jack Zählern. Das Team bestand aus Spähern, Gorillas und Big Players (BP).
Dem Späher kam der Auftrag zuteil, nicht über die Minimalgrenze des Tisches zu spielen. Sein Job war es einfach nur die Karten zu zählen und wurde an neuen Teammitgliedern vergeben. Als er sich sicher war, dass das Deck zu seinem Gunsten stand, signalisierte er das seinen Kumpanen – diese setzten dann das große Geld.
Der Gorilla war ein Spieler, der einfach nur zu spielen hatte. Diese Teilnehmer mussten keine Karten zählen. Der Späher signalisierte ihnen, wenn die Karten günstig standen und wenn nicht. Wenn nicht, verließ er das Spiel wieder. Der Gorilla war zu Hälfte ein Black-Jack Spieler und zur anderen Hälfte ein Schauspieler. He gab vor ein High Roller zu sein, zog sich dementsprechend an und benahm sich auch so. Manchmal tat er auch so, als wäre er besoffen. Dieses Vorhaben war zumeist von Erfolg gekrönt, da das Casino sie nicht zu den Zählern "zählte".
Der Big Player war eigentlich ein besserer Gorilla. Er konnte gleichzeitig zählen und setzen. Die MIT Big Player waren elegante Kartenzähler, die sich als fesche High Roller verkleideten. Sie zählten nicht nur Karten während sie spielten, sie waren sogar klug genug ihre Techniken zu verändern und Doubling Down, Splitting Pairs und Doubling after Splitting zu nutzen, die von Kartenzählern nicht oft angewandt wurde. Das die Einnahmen der Spieler enorm vergrößerte.
Da das MIT Team orientalisches Aussehen hatte, konnten die Big Players und die Gorillas hands of 1000 Dollar spielen, ohne die Argwohn der Tisch-Bosse zu erregen. Sie waren Asiaten, Griechen oder attraktive Frauen. Welcher Tisch-Boss hätte eine adrette Dame verdächtigt, die zuviel Makup trägt, dass sie ein ernstes Training an falschen Black-Jack Tischen in Boston genossen hat?
Der riesen Erfolg brachte viele Probleme mit sich. Das MIT-Team musste große Bargeldsummen über Bundesgrenzen schmuggeln, ohne dabei ertappt zu werden. Oft steckten sie Pakete mit 100 Dollar Noten in Innentaschen oder tapten die Scheine mit Klebeband an ihren Körper, unter der Kleidung.
Das MIT-Team scheffelte Millionen an Dollars an Black-Jack Tischen in ganz Las Vegas. Bald wurde die Griffin Investigation Compnay, die für Casinos weltweit tätig ist, eingeschaltet und kam ihnen auf die Schliche. Anschließend wurde ein Team-Mitglied nach dem anderen von den Casinohäusern ausgeschlossen. 1997 teilte sich das MIT Team auf, die Mitglieder spielten jedoch einzeln weiter und rafften tausende an Dollars in ganz Amerika. Ben Mezrich, eins der Mitglieder im MIT-Team schrieb ein Buch über diese Zeit. Sein Buch "Bringing Down the House" soll 2008 verfilmt werden. Filmregisseur ist Kevin Spacey und überraschender Weise hat MGM den Film finanziert. Vielleicht versuchen sie so ihr verlorengegangenes Geld, das Ben Mezrich und seine Kumpels ihnen abgeknüpft hat, wieder einzufahren.