Ein noch nie dagewesener Boom ergreift das „Monte Carlo Asiens“ oder das „Las Vegas von Asien“. Denn noch grösser als der Umsatz in Las Vegas sind die Einnahmen der Glücksspiel-Industrie in Macau. Am Sonntag feiert Macau den 10. Jahrestag der Wiedervereinigung mit China. Seit einem Jahrzehnt ist die ehemalige portugiesische Kolonie eine Sonderverwaltungszone des Riesenreichs. „Ein Land, zwei Systeme“ hat Peking Macau versprochen und bis jetzt auch eingehalten. Macaus marktwirtschaftliches System bleibt mindestens 50 Jahre neben dem kommunistischen System der Volksrepublik China bestehen.
Und Macau boomt - vor allem wegen des Glücksspiels. Macau ist der einzige Ort in China, wo das Glückspiel legal ist. Jedes Jahr strömen mehr Touristen in das „Monte Carlo Asiens“ als woanders hin. Nach der Machtübernahme liberalisierte China die Glücksspiel-Industrie, die bis 1999 monopolisiert war. Macau öffnete sich für das ausländische Kapital. Heute locken 39
Casinos 26 Millionen Besucher an. Macau hat das grösste Casino der Welt und setzt mehr um als Las Vegas. Laut Experten ist das Potential noch nicht ausgeschöpft. Das erklärte Ziel der chinesischen Regierung war es, aus Macau eine blühende Stadt zu machen. Das ist gelungen und darum sind die Menschen auch zufrieden mit dem politischen System. Aber wie überall bringt das Glücksspiel auch hier soziale Probleme; es gibt Kriminalität und illegale Prostitution. Laut der Lokalregierung überwiegen aber die Vorteile die Nachteile bei weitem.
Denn trotz der globalen Finanzkrise geht es Macau gut. In den letzten zehn Jahren ist das Bruttoinlandprodukt im Durchschnitt dreizehn Prozent gestiegen. Die Rückkehr zu China ist für die ehemalige Kolonie eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte. Man darf gespannt sein wie sich das Glücksspiel in Macau weiterentwickeln wird, - auf alle Fälle zählt Macau mittlerweile zum wahren Eldorado für Spieler und Zocker und kann auch langfristig Las Vegas den Rang als Glücksspielmetropole Nummer Eins der Welt ablaufen.