In Ostwestfalen, rund 40 Kilometer von Bielefeld und 70 Kilometer von Hannover liegt das besinnliche Kurstädtchen Bad Oeynhausen. Bekannt ist es aufgrund der vielen Kurbäder geworden, die sich hier befinden –und wo sich bekanntlich Kurgäste tummeln, ist ein Spielcasino nie weit.
Über zwanzig Jahre konnten die Gäste die Kugeln und die Karten im örtlichen Kurhaus kreisen und springen lassen. Seit einigen Jahren befindet es sich jedoch in der Mindener Straße. Mit dem Auszug hat sich auch das Gesicht des
Casinos ein wenig verändert. Denn nun sieht sich das Bad Oeynhauser Etablissement als American-Style Casino, was die Betreiber mit "Las Vegas liegt in Nordrhein-Westfalen" kommentieren. So locker, wie in der Nevada-Wüste geht es auch in Bad Oeynhausen zu: Keine Kleiderordnung, die einem spontanen Casino-Besuch im Wege stehen würde. Nur volljährig muss der Besucher sein.
Eines der Merkmale des amerikanischen Spiels, ist die offene unprätentiöse Architektur. Es gibt keine Nischen, keine Séparées, keine Einteilung in kleines und großes Spiel. Hier befindet sich alles in einem großen Saal, der Gast wird eingeladen sich zwischen
Roulette, Poker und
Slot Maschinen frei zu bewegen.
Und das ist den Betreibern durchaus gelungen. Die Kessel sind durchweg amerikanisch, die Kartenspiele sowieso und die Automaten erst recht. Bei den 163 Maschinen kann jede Summengesetzt werden, angefangen bei 10 Cent. Und da die Auszahlungsquote bei 91 Prozent liegt, ist das knacken der Jackpots keine Seltenheit. Laut Betreiber zahlte allein "Cash Train" im Jahr 2006 mehr als 68 Millionen Euro aus. Und vor Kurzem konnte ein Junggeselle mit satten 90,000 Euro nach Hause gehen.
Herzstück der westfälischen Spielstätte ist das Multi-Roulette. Hier werden die Spieler zwar von einem echten Croupier aufgefordert "ihr Spiel zu machen" und ein echter Kessel befindet sich auch in der Mitte der Anlage. Jedoch läuft alles am Touch-Screen ab. Und ab 50 Cent kann sich jeder dieser durchaus schnellen Wettmöglichkeit widmen.